tegnapi filmnézöknek. sorry, részben
németül van
GEGEN DIE WAND
Tracklist:
01. Selim Sesler und Orchester feat. Idil Üner -
Saniye’m
02. Depeche Mode - I feel you
03. Birthday Party - Ho Ho
04. Polvorosa - Not Here
05. Alexander Hacke - Tract
06. Sisters Of Mercy touched by the hands of Ofra Haza
- temple of love
07. Sultana - kaymak
08. Sam Ragga Band feat. Jan Delay - Die Welt steht
still
09. Fanfare Ciocarlia - lag bari (Shantel remix)
10. Sezen Aksu - Yine mi cicek
11. Mona Mur - My man
12. Wendy Rene - after laughter (comes tears)
13. Agir Roman - Agla Sevdam
14. Orientation - fata morgana
15. Mercan Dede - Nar-i-ney
16. Selim Sesler und Orchester feat. Idil Üner -
Su karsiki dagda bir fener yanar
17. Zinoba - Life’s what you make it
FATIH AKIN - GEGEN DEN SOUND Nach einer über
dreijährigen Reise findet GEGEN DIE WAND
schließlich den Weg nach Hause, findet zu sich
selbst, hört auf zu wüten, zu schmerzen, zu
zerren... Die Seele hat ihren Frieden gefunden.
Daß dem so ist, beweist dieses Dokument, das man
im Laufwerk, in der heimatlichen Anlage, in der Bar,
im Auto, sonstwo und letztendlich im Kino hören
kann. Am Anfang war der Sound... Sound, der mich
begleitete, mich inspirierte, mich heilte, mich
ausfüllte, den Drang hatte, mit einem Bild, einer
Szene, einem Drehbuch, einem Film zu verschmelzen...
Patchwork, konzeptlos, zu durcheinander? Was hat Punk
mit traditioneller türkischer Musik zu tun? Nun,
so verschieden diese Musiken auch sind, sie haben die
selben Themen: Wut, Selbstzerstörung, Schmerz,
Aggression, unendliches Leid, Unverständnis...
die perfekte Ergänzung. Eine seltsame, für
mich noch nie dagewesene Symbiose. Konzepte und Formen
sind dazu da, über den Haufen geschmissen zu
werden...
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KLAUS MAECK - RESPEKT, DIGGER! Das war neu: da kommt
ein Regisseur, der alle Musikrechte unbedingt vor
Drehbeginn geklärt haben wollte, nicht wie
üblich, kurz vor der Endabnahme. Endlich jemand,
der die Musik so wichtig schätzt, wie sie
für das Medium Film nun mal ist. Zudem wollte
Fatih nur vorhandene Titel, keine komponierte
Score-Musik, was die Sache nicht einfacher macht. Aber
so lebt dieser Film von Anfang an - im Kopf des
Drehbuchschreibers und Regisseurs, bei den
Drehvorbereitungen und beim Drehen selbst - mit der
Musik, die die jeweiligen Personen oder Situationen
charakterisiert. Die Musik ist nicht aufgesetzt,
sondern war auf einer Ebene immer dabei, sie gibt den
Bildern Tiefe und den Protagonisten Gefühl. Auf
der Suche nach coolen “alternative hits”
aus den 80ern und nach zeitgemäßem Sound aus
Hamburg und Istanbul, die Schnittstelle ist Berlin:
Alexander Hacke (Einstürzende Neubauten u.a.)
erweist sich als genialer Bearbeiter von
türkischer Gypsy-Musik, Selim Sesler ist von Idil
Üner als Gastsängerin so begeistert, dass
wir am liebsten gleich ein ganzes Album aufnehmen
würden. Auf das Suchwort “gothic
ambient” taucht Mona Mur aus dem Dunkel auf,
und Fatih ist von ihren 80er Jahre-Songs genauso
begeistert wie von ihren neuen Titeln. Spezielle
Dankeshymnen gehen an Orientation, hipste
türkische Band in Berlin, die uns sowohl mit
ihren Songs als auch mit ihren Kontakten so geholfen
haben. Eine Menge Credits gehen auch nach St. Pauli:
an Jan Plevka und Zinoba, die den Talk Talk-Klassiker,
immer Wunschtitel für den Abspann, so kongenial
bearbeitet haben. Und an seine ehemaligen
Kiez-Nachbarn Abwärts, Sisters of Mercy und
Polvorosa, ex-Ninos con Bombas. Und ein
brüderlicher Respekt an den Kiez in Istanbul,
unsere Freunde von Doublemoon, die nicht nur Tracks
von Sultana und Mercan Dede beigesteuert haben,
sondern auch bei der Recherche sehr behilflich waren.
Sevgiler ve saygilar! Und das gilt natürlich
ebenso für alle anderen, die durch ihre Musik
oder Unterstützung den Film inspiriert haben und
zum Leuchten bringen!